
Niklas über Niklas
Ich wurde geboren in der Möchtegern-
Kulturhauptstadt Karlsruhe, bin dem Badnerland aber
mittlerweile entflohen und habe Asyl gefunden in
Berlin, wo das Studium der Sozialen Arbeit begann.
Zuvor unterwegs in diversen Theaterjugendclubs und
-projekten, dabei das Improtheater immer am
meisten geliebt, hat mich schließlich ein glücklicher
Wind zu den Changeroos geweht.
Impro ist für mich:
Um den amerikanischen Comedian Stephen Colbert
zu zitieren, die Aufgabe des eigenen Plans für die
Entdeckung des Moments. Und falls das noch nicht
pseudointellektuell-klugscheißerisch genug klang,
möchte ich noch anfügen, dass es um die Suche
nach dem Moment geht in dem man keinen Plan,
aber auch keinerlei Angst vor der eigenen
Vorstellungskraft hat und das dieser tatsächlich ein
ganz wunderschöner ist.
Was mir besonders an Impro gefällt ist die ständige
Herausforderung, die es an einen stellt. Man muss sich
eigentlich ständig selbst pushen und auf diese Weise
lernt man, der eigenen Kreativität, genauso wie der der
MitspielerInnen, mehr zu vertrauen. Aber vor allem ist
Impro Team-Arbeit. Man muss sich vollständig auf das
Hier und Jetzt konzentrieren und bemerkt dabei, wie selten
wir das alle im alltäglichen Leben wirklich machen.
Dass Impro immer wieder diese, jedes Mal vollständig neue,
Herausforderung ist, liegt meiner Meinung nach zu einem
Großteil daran, dass man eigentlich nur das Team und sich
selbst hat als Stütze. Man ist gezwungen auf das eigene
Unterbewusstsein zu vertrauen und merkt dabei, dass
das kein bisschen schlimm ist, sondern entdeckt stattdessen
immer wieder, dass da noch viel mehr ist, als man sich je
hätte vorstellen können.
Meine Lieblingsspiele:
Reigen, Tannenbaum, diverse Assoziationsspiele, Fast Replay,
Genre Replay, Gromolo-Switch, ...
Schwer sich da einzuschränken. Im Prinzip: Alles! :)
Auch wenn sich das vielleicht gesinnungslos anhört.


